Annuitätendarlehen, Darlehen, Tilgungsdarlehen
Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um ein spezielles Darlehen, welches sich durch seine gleichbleibenden Rückzahlungsbeträge auszeichnet. Dies bedeutet, dass während der Laufzeit immer dieselbe Rate gezahlt werden muss, was dem Darlehensnehmer eine gewisse Planungssicherheit gibt. Damit steht das Annuitätendarlehen im Gegensatz zu dem Tilgungsdarlehen. Die regelmäßig zu zahlende Rate des Darlehensnehmers wird als Annuität bezeichnet und setzt sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen.
Mit jeder geleisteten Zahlung verringert sich die Restschuld um den jeweiligen Tilgungsanteil, dadurch wiederum wird auch der zu berechnende Zinsanteil geringer. Aufgrund dessen wird in den ersten Jahren eines Annuitätendarlehens, nur ein kleiner Teil der Kapitalschuld beglichen, der Anteil an Zinszahlung dagegen ist zunächst sehr hoch. Doch im Verlauf des Darlehens wird der Tilgungsanteil immer größer und der Zinsanteil immer kleiner. Am Ende ist das Darlehen mit der letzten Rate beglichen – die Kreditschuld ist vollständig getilgt. Die Laufzeit des Annuitätendarlehens ist einerseits von der Höhe des Kreditbetrages und zum anderen von der Bonität des Kreditnehmers abhängig.
Beim Abschluss des Kreditvertrages wird auch der Zinssatz für das Annuitätendarlehen festgesetzt. Der Zinssatz kann für einen bestimmten Zeitraum (in der Regel 5 -10 Jahre) oder auch für die gesamte Laufzeit des Vertrages festgelegt werden. In der Regel wird festgelegt, dass die Tilgung zumindest einen Prozent im ersten Jahr betragen muss. Bei einem Annuitätendarlehen in Höhe von 250.000 Euro würde dies bedeuten, dass im ersten Jahr eine Tilgung von 2.500 Euro erfolgen muss.
Wer wissen möchte, was eine Bausparkasse ist, erfährt es in der nächsten Erklärung.