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Aufteilung Beitrag Kapitallebensversicherung, Kapitallebensversicherung Beitragssplittung

Bei Kapitallebensversicherungen in ihren verschiedenen Ausprägungen und Gruppen, wird zwischen Verkaufsbezeichnungen und Tarifen unterteilt. Kapitallebensversicherung auf den Todes- und Erlebensfall (klassische Kapitallebensversicherung),  Kapitalversicherung mit lebenslangem Todesfallschutz (z.B. Sterbegeldversicherung),  Kapitalversicherung auf zwei verbundene Leben, Termfix-Versicherung (z.B. Ausbildungsversicherung), Optionstarife.

Neben der Kapitalanlage und den Überschusssystemen ist es insbesondere die kalkulatorische Grundidee, die allen Kapitallebensversicherungen gemein ist. Bei einer vorzeitigen Kündigung erhält der Versicherungsnehmer den so genannten Rückkaufswert. Dieser entspricht nicht dem tatsächlichen Vertragswert. Er ist um Stornoabschläge vermindert. Diese entstehen dadurch, dass der Lebensversicherer Anlagen höherer Liquidität und entsprechend geringerer Rendite vorhalten muss. Grundsätzlich darf ein Lebensversicherer in jede gängige Kapitalanlage investieren. Jedoch darf nicht mehr als 35% des Deckungsstocks in Aktien investiert sein. Gesellschaftskapital und Vertragskapital sind sehr genau getrennt. Das Vertragskapital befindet sich im Deckungsstock. Die Kapitalanlagen des Deckungsstocks sind durch das Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) streng reglementiert. Überschüsse.

Bei der Kapitallebensversicherung sind es die Zinsüberschüsse. Dabei handelt es sich um Kapitalerträge des Lebensversicherers, die über den Rechnungszins hinausgehen. Diese müssen vom Versicherer zu mindestens 90% gutschreiben werden. Deutsche Lebensversicherungen bieten derzeit einen Garantiezins von 2,25 Prozent. Die Zinsgarantie gilt jedoch nur für den reinen Sparanteil - also für die 60 bis 75 Prozent Ihrer Beiträge, welche tatsächlich in den Spartopf fließen. Die Verwaltungs- und Betriebskosten sowie die Kosten für den Todesfallschutz werden vorher nämlich noch abgezogen. Dieser Umstand reduziert den Garantiezins auf magere 1,7 bis 2 Prozent. Rechnet man jetzt noch die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 30 Jahre ab, dann verbleibt in aller Regel ein Rendite-Minus.

Hinzu kommt, dass einige deutsche Lebensversicherer selbst diesen Garantiezins schon seit dem Jahr 2001 nicht mehr halten können. Der Grund ist die anhaltend schwache Wirtschaftslage. Die gesamte Ablaufleistung aus Lebensversicherungen setzt sich aus dem Garantiezins und den nicht garantierten Überschussanteilen zusammen. Prognosen von 6-7 Prozent Gesamt-Rendite waren bis zum Jahr 1998 die Regel. Nachdem der Kapitalmarkt aber seit 1999 auf einem extrem niedrigen Niveau liegt, mussten die deutschen Lebensversicherer ihre Zinsversprechen deutlich reduzieren. Einige deutsche Versicherungen werden ihren Kunden wahrscheinlich gerade einmal die Garantiewerte auszahlen können - und selbst diese stehen bei einigen Unternehmen zurzeit auf wackligen Beinen. Eine Kapitallebensversicherung sollte immer nur mit Bedacht und maßgeschneidert abgeschlossen werden, weil man mit dieser Art von Versicherung jahrzehntelang zu tun haben wird.

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