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Erwerbsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit Versicherung, Erwerbsunfähigkeit Rente

Unter Erwerbsunfähigkeit versteht man die Situation, dass ein Arbeitnehmer auf Grund einer Erkrankung oder eines Unfalls oder auch auf Grund einer Behinderung nicht mehr voll und dauerhaft berufstätig sein kann. Dabei kommt es bei der Bewertung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit nicht auf den bis zum Eintritt der Erwerbsunfähigkeit ausgeführten Beruf an, sondern allein die Tatsache, das keine noch so beliebige Tätigkeit mehr als sechs Stunden kontinuierlich ausgeführt werden kann, kennzeichnet den Zustand einer Erwerbsunfähigkeit.

Will man sich nur minimal bezüglich des schlimmsten angenommenen Falles (worst case) versichern, so reicht eine Erwerbsunfähigkeit Versicherung aus. Hierdurch bekommt man dann bei Eintritt des Versicherungsfalles eine teilweise oder volle Erwerbsunfähigkeit Rente bewilligt. Die Erwerbsunfähigkeit Versicherung ist kostengünstiger als eine Berufsunfähigkeit Versicherung. Bei teilweiser Erwerbsunfähigkeit, also wenn der Betroffene noch drei bis sechs Stunden kontinuierlich irgendeine Tätigkeit ausführen kann, bekommt man 20 % des letzten Brutto-Endgeldes als Erwerbsunfähigkeit Rente gezahlt. Bei weniger als drei Stunden können 40% gezahlt werden und wenn man keine sieben Stunden pro Woche mehr irgendeine theoretisch mögliche Tätigkeit ausführen kann, wird die volle Erwerbsunfähigkeit Rente gewährt. Auf keinen Fall sollte man sich auf die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung verlassen.

Dabei wird zur Bewertung wie erwähnt, die theoretisch mögliche Tätigkeit betrachtet und nicht geschaut, ob es eine solche Tätigkeit in der Praxis überhaupt gibt. Dadurch kommt die Erwerbsunfähigkeit viel seltener vor, als die Berufsunfähigkeit. Es gibt diverse Vertragsformen einer Erwerbsunfähigkeit Versicherung. So die Erwerbsunfähigkeit Versicherung für Selbstständige, eine Erwerbsunfähigkeit-Zusatzversicherung in Kombination mit einer Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung, einer fondsgebundenen Versicherung oder Risikolebensversicherung .

Für die Auswahl des Versicherungsunternehmens sollte nicht der Preis, sondern die Leistungsangebote zur Entscheidung führen. Da es auch für eine Erwerbsunfähigkeit Versicherungen viele unterschiedliche Angebote gibt, sollte man vor Abschluss einen Vergleich anstellen. Sinnvoll ist die Erwerbsunfähigkeit Versicherung als Ergänzung zu einer Berufsunfähigkeit Versicherung, als Mindestschutzprodukt für gesundheitliche Risiken und für alle nicht gesetzlich versicherte Berufsgruppen, wie Selbstständige oder Künstler und Menschen ohne Berufsausbildung. Ebenso ist es eine Möglichkeit der Vorsorge für Menschen mit finanziellen Einschränkungen und Arbeitnehmer mit hoher Risikobereitschaft als Absicherung für den schlechtesten Fall ("worst case").

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