Forex Trading - 5 Schritte um es zu verstehen und zu beherrschen
Erster Schritt: Hintergrund und Funktionsweise kennen lernen
Der Begriff Forex wird als Abkürzung für foreign exchange verwendet und bezeichnet somit Fremdwährungen beziehungsweise Devisen. Für Forex Trading, den Devisenhandel, existieren im Gegensatz zum Aktien- und Rohstoffhandel keine festen Börsenstandorte. Abschlüsse entstehen direkt zwischen den Marktteilnehmern im Netzwerk der Interbankenbeziehungen. Mit einem Tagesumsatz von circa vier Billionen US-Dollar ist der Devisenmarkt der weltweit größte und liquideste Finanzmarkt. Zu seinen Akteuren zählen neben Kreditinstituten, Unternehmen und Zentralbanken auch Devisenmakler. Diese so genannten Forex Broker bieten ihren Kunden Zugang zum professionellen Forex Trading, indem sie ihnen als Market Maker handelsverbindliche Echtzeitkurse stellen.
Zweiter Schritt: Chancen und Risiken abwägen
Wie für jede Form der Investition ist es auch im Vorfeld von Forex Trading empfehlenswert, sich mit den entstehenden Chancen und Risiken vertraut zu machen. Ein wesentlicher Vorzug des Devisenhandels besteht darin, dass in jeder Marktlage und Konjunktursituation Gewinne erzielt werden können. Die Währungskurse stehen nicht in Abhängigkeit von weltwirtschaftlichen Krisen, sondern in dem Fall von den Relationen der Auswirkungen auf die verschiedenen Finanzmärkte. Ein weiterer Vorteil bietet sich durch den Einsatz von Margin, mit denen größere Investitionen getätigt und so aus minimalen Kursveränderungen Gewinne geschöpft werden können. Diese Hebelwirkung, durch die das Zehnfache und mehr des zur Verfügung gestellten Kapitals bewegt werden kann, birgt allerdings auch große Risiken. Entsteht durch einen Kursrückgang der gehandelten Devise ein Wertverlust, der den hinterlegten Betrag überschreitet, ist der Anleger in der Pflicht, das fehlende Geld nachzuschießen. Daher gilt beim Forex Trading stets, die Möglichkeiten der Margin nicht über die persönliche Liquidität hinaus auszureizen
Dritter Schritt: Den richtigen Broker auswählen
Mit dem vermehrten Einstieg von Privatanlegern in den Forex Devisenhandel ist auch die Anzahl der Broker in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Die entstandene Konkurrenz hat verschiedene Broker veranlasst, die Attraktivität ihrer Handelsplattformen speziell für Kleininvestoren zu verbessern. Angebote, wie ein befristeter kostenloser Zugriff auf die Handels- und Analysesoftware, kostenloser Support und eine niedrige Mindesteinstiegssumme, erleichtern den Eintritt in das Währungsgeschäft erheblich. Für Anleger, die Interesse an exotischen Devisen haben oder über den gleichen Broker Aktien oder Rohstoffzertifikate handeln wollen, empfiehlt sich die Betrachtung des handelbaren Spektrums.
Vierter Schritt: Eine Handelsstrategie entwickeln
Zur Auswahl eines aussichtsreichen Investments sowie des richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkts bieten sich, ähnlich wie für den Aktienmarkt, die technische Analyse und die Fundamentalanalyse an. Für die Prognose von Währungskursen auf der Grundlage fundamentaler Daten müssen Einflussgrößen wie Bruttoinlandsprodukte, Zinssätze, Inflations- und Arbeitslosenraten sowie Handelsbilanzen berücksichtigt werden. Aktuell veröffentlichte Informationen, die diese Faktoren betreffen, tragen wesentlich zur Wertentwicklung der Währungen bei. Die technischen Analyse von Kursentwicklungen bezieht sich vor allem auf die Betrachtung von Chartverläufen. Für deren Beurteilung existieren sowohl prozyklische als auch antizyklische Kriterien, nach denen entweder auf die Fortsetzung eines Trends oder auf eine Trendumkehr spekuliert wird.
Fünfter Schritt: Strategien umsetzen
Erste Erfahrungen im Forex Devisenhandel lassen sich risikofrei mit die Nutzung eines Demo-Konto sammeln. Dadurch kann die Wirksamkeit von Strategien anhand echter Kursentwicklungen und fiktiver Einsätze getestet werden. Die reale Anwendung einer geeigneten Vorgehensweise sollte sich zunächst auf kleine Beträge beschränken. Von wesentlicher Bedeutung für die Aussichten beim Devisenhandel ist das Kennen und die Kontrolle der eigenen Psyche. Euphorie und Gier mindern genauso wie Gefühle der Angst und Resignation die Aussichten auf dauerhaften Handelserfolg. Der Anleger muss sich bewusst machen, dass auch die beste Methode nicht in jeder Situation Gewinne garantieren kann. Stop-buy und Stop-loss sind probate Mittel, um mit Kalkül getroffene Entscheidungen tatsächlich umzusetzen. Ein guter Forex Händler gibt am Ende nur dem Markt Recht und ist in der Lage, Gewinne und Verluste rechtzeitig zu realisieren. Eine neue Chance wartet schon bei dem nächsten Trade.