Die 5 wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Geschäftskontos
Wer selbständig ist, braucht ein Geschäftskonto für eine klare Trennung zu seinen privaten Finanzen und eine ordentliche Buchführung. Firmen, Gewerbetreibende und Freiberufler sollten einen Geschäftskonto Vergleich anstellen, um die für ihren Wirtschaftszweig optimale Variante eines Geschäftskontos zu finden. Bei Geschäftskonten sollte man nicht nur auf die Konditionen achten, sondern vor allem darauf, welche Leistungen das Konto bietet. Ein Geschäftskonto Vergleich lohnt sich auf jeden Fall, entweder im Internet oder durch das Einholen örtlicher Angebote.
Folgende Punkte sollte man vor Kontoeröffnung berücksichtigen:
1. Welche monatliche Grundgebühr fällt an?
Es gibt inzwischen viele kostenlose Geschäftskonten, vor allem bei Online-Banken. Man sollte herausfinden, ob die unentgeltliche Kontoführung an Bedingungen, zum Beispiel an hohe monatliche Habenumsätze, gebunden ist. Versteckte Kosten müssen ausgeschlossen werden.
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2. Wie hoch sind die Buchungsgebühren?
Wer als Selbständiger eine große Anzahl von Buchungen hat, sollte einen niedrigen Buchungspreis bevorzugen. Die meisten Banken unterscheiden zwischen beleghaften und beleglosen Buchungen. In diesem Fall sollte man der Bank so wenig wie möglich Papierbelege einreichen, da deren manuelle Bearbeitung am teuersten ist. Oft sind monatliche Grundgebühr und Buchungsgebühren voneinander abhängig, bei hohen Grundgebühren sind alle Buchungen inklusive und bei niedrigen Kontoführungsgebühren werden höhere Preise pro Buchung verlangt. Außerdem sollte man die Kosten, die für den Druck und Versand der Kontoauszüge anfallen, nicht außer Acht lassen.
3. Erhält der Kontoinhaber einen Kontokorrent- bzw. Überziehungskredit und was kosten diese?
Eine gute Bonität des Kreditnehmers ist Voraussetzung für die Gewährung eines Kontokorrentkredites. Unter welchen Bedingungen und in welcher Höhe die Bank bereit ist, einen Kontokorrentkredit einzuräumen, darüber sagt ein Geschäftskonto Vergleich wenig aus.
Es lohnt sich dennoch, die einzelnen Kontokorrentkredite zu vergleichen, weil der Zinssatz für den Kredit variabel ist. Es gibt bei den Banken unterschiedliche Basisgrößen und Zinsaufschläge, an denen sich die Entwicklung der Kontokorrentkreditzinsen orientiert. Die Sollzinsen sollten günstiger sein als auf einem Privatkonto. Onlinebanken bieten wiederum niedrigere Zinssätze als Filialbanken. Für die Kosten eines Kontokorrent- oder Überziehungskredites ist nicht nur die absolute Höhe der Zinsen ausschlaggebend. Man sollte Spesen, Portokosten, Bereitstellungszinsen, Bearbeitungsgebühren, Umsatz- oder Überziehungsprovisionen nicht vergessen.
4. Was kosten BankCard und Kreditkarte?
Ob die Kosten für eine oder zwei BankCards im monatlichen Kontoführungspreis enthalten sind oder nicht, ist eine weitere wichtige Frage. Nutzt der Selbständige öfter geschäftlich eine Kreditkarte, fallen der Jahreskartenpreis und die Gebühren sowie Sollzinsen für die Inanspruchnahme des Kreditkartenlimits ins Gewicht.
5. Gibt es bei der Bank einen Bargeldservice?
Das ist wichtig für Firmen, die regelmäßig Bargeld annehmen und abrechnen müssen. Dabei sind die Antworten auf folgende Fragen entscheidend: Wo sind Bargeldeinzahlungen möglich, wie viel kosten diese, gibt es Bargeldeinzahlungsautomaten und an welchen Automaten sind gebührenfreie Abhebungen möglich. Auch die Bargeldbeschaffung sollte für den Kontoinhaber nicht zu kompliziert sein.
Fazit:
Die Konditionen von Geschäftskonten weichen erheblich voneinander ab. Sie unterscheiden sich nicht nur zwischen den Banken, sondern auch nach Rechtsform und Bonität des Unternehmens sowie der Nutzungshäufigkeit bestimmter Leistungen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist keine unerhebliche Größe, mit dem passenden Geschäftskonto lässt sich viel Geld sparen. Wer als Selbständiger einen Ansprechpartner und Beratung vor Ort benötigt, sollte allerdings nicht nur auf die Preise schauen.
Ein Vergleich lohnt sich allein deshalb, weil man als Geschäftskunde über die Konditionen des Kontos verhandeln kann. Die Chancen auf eine Kostenreduzierung sind dabei umso größer, je länger man eine geordnete Geschäftsbeziehung zur Bank hat. Wer sein Geschäftskonto bei der Hausbank führt, in der auch sein Privatkonto und sein Geld angelegt sind, hat dabei meist die beste Position.