Jumbo-Pfandbriefe, festverzinsliche Papiere, hohes Emissionsvolumen
Wie bei den herkömmlichen Pfandbriefen auch, handelt es sich bei Jumbo-Pfandbriefen um festverzinsliche Papiere, bei den die Endfälligkeit festgelegt wird und bei denen eine nachträgliche, jährliche Zinszahlung erfolgt. Jumbo-Pfandbriefe zeichnen sich in erster Linie durch ihr hohes Emissionsvolumen aus, welches den Betrag von einer Milliarde Euro überschreiten muss.
Für Erstemissionen ist das Volumen jedoch nicht verbindlich. So kann die Summe hier zunächst kleiner angesetzt werden, wenn eine Aufstockung auf das Mindestvolumen innerhalb der nächsten 180 Tage erfolgt. Die Bestimmung von mindestens fünf Market Makern ist notwendig, wobei auch der Emittent diese Funktion wahrnehmen kann. Die Market Maker stellen für Abschlüsse bis zur Höhe von 15 Millionen Euro die Brief- und Geldkurse. Bei der Quotierung müssen die Market Maker darauf achten, dass bestimmte Spannen nicht überschritten werden. Nach der Begebung müssen die Jumbo-Pfandbriefe in einem organisierten Markt eingeführt werden, wobei 30 Tage Zeit zur Verfügung stehen.
Der organisierte Markt wiederum muss entweder in einem Mitgliedsstaat der EU liegen oder der Staat muss über das Abkommen des Europäischen Wirtschaftsraumes verfügen. Eine Unterart zu den Jumbo-Pfandbriefen stellen die sogenannten Globalpfandbriefe dar, die über eine spezielle Ausstattung verfügen und aufgrund dessen auch durch internationale Investoren zu erwerben sind.
Welche Kapitalanlage die richtige für den einzelnen Sparer ist, läßt sich bei umfassenden Depots nur bei einem umfangreichen Beratungsgespräch herausfinden.