Pflegeversicherung, Pflegeversicherungen, private Pflegeversicherung
Wir werden immer Älter. Das ist erfreulich, aber manchem wird es nicht beschieden sein, bis ins hohe Alter auch gesund zu bleiben. Durch unsere gestiegene Lebenserwartung werden die Themen zunehmende Pflegebedürftigkeit und Pflegeversicherung immer wichtiger.
Man unterscheidet zwei Arten von Pflegeversicherungen, die das Altern in Würde garantieren sollen, die gesetzliche und die private Pflegeversicherung. Bisher war für die Vorsorge die gesetzliche Pflegeversicherung zuständig, deren Anteil wie der Krankenkassenbeitrag vom Bruttogehalt des Arbeitnehmers abgezogen wird. Doch wird diese angesichts des demografischen Wandels zukünftig ausreichen, die medizinische Versorgung im verlängerten Lebensabend zu gewährleisten? Viele Experten sagen Nein.
Verschiedene Szenarien können im Einzelfall eintreten: Die eigenen Kinder werden vom Sozialamt für die Pflegekosten der Eltern in Haftung genommen. Abhängig von der Lebenssituation kann diese Zuzahlung mehrere hundert Euro betragen. Können die eigenen Kinder ihre Eltern nicht hinreichend unterstützen, dann sind pflegebedürftige Menschen auf das Sozialamt angewiesen. Doch bevor das Sozialamt hilft, geht es an die privaten Ersparnisse, die oft mühsam ein Leben lang zusammengetragen wurden und angesichts horrender Pflegekosten schnell verbraucht sind.
Kurz: die gesetzliche Pflegeversicherung wird in Zukunft nur für eine medizinische Existenzsicherung reichen.
Wer mehr will, kann durch eine private Pflegeversicherung den unzureichenden gesetzlichen Schutz ergänzen. Bei privaten Pflegeversicherungen gibt es die Wahl zwischen der Pflegekostenversicherung und der Pflegetagegeldversicherung.
Die Pflegekostenversicherung übernimmt die Kosten bei stationärer Pflege, die von der Pflegepflichtversicherung nicht gedeckt sind. Bei der Pflegetagegeldversicherung wird das jeweils festgesetzte Tagegeld für jeden einzelnen Tag ausgezahlt, für den Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde.
Für welche der privaten Pflegeversicherungen man sich entscheidet, sollte man anhand der individuellen Situation abwägen. Und dafür ist es nie zu spät: Bis zum Alter von 65 Jahren oder je nach Anbieter auch später können zusätzliche Pflegeversicherungen abgeschlossen werden. Allerdings steigen die Kosten mit zunehmendem Alter.
Wer für einen würdevollen Lebensabend vorsorgen will, sollte eine private Pflegeversicherung abschließen.