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7. Welchen Unterschied gibt es zwischen einer Kapitallebensversicherung und einer Risikolebensversicherung?

Zunächst bieten beide Versicherungen eine finanzielle Versorgungsleistung von Hinterbliebenen nach dem Todesfall des Versicherungsnehmers an. Während die Risikolebensversicherung aber ausschließlich den Todesfall des Versicherten abdeckt, ermöglicht die Kapitallebensversicherung außerdem die Auszahlung eines Betrages im „Erlebensfall“. Bei der Kapitallebensversicherung wird also nach einer bestimmten Versicherungszeit für den Todesfall eine Altersversorgung ab einem bestimmten Lebensjahr gezahlt. Die Risikolebensversicherung soll vor allem dem Zweck dienen, die Familie des Versicherten vor hohen finanziellen Einbußen beim Tod des Versicherten zu schützen.

Sie wird deshalb in der Regel von demjenigen abgeschlossen, der zum größten Teil für den Lebensunterhalt der Familie aufkommt. Die Versicherungsdauer ist zeitlich begrenzt und die Versicherungssumme wird nicht am Ende fällig. Sinnvoll ist der Abschluss einer solchen Versicherung also vor allem zum Schutz Hinterbliebener in jungen Familien (Ehepartner, Kinder). Kaum lohnenswert dagegen ist ein Abschluss einer Risikolebensversicherung in höherem Alter und wenn keine Kinder (mehr) zu versorgen sind. In diesem Fall sollte dann lieber das Modell der Kapitallebensversicherung gewählt werden. Hier ist es so, dass zwar der oder die Hinterbliebene im Todesfall ebenfalls die Versicherungssumme ausgezahlt bekommt, aber nach dem Erreichen eines bestimmten Alters der Versicherte auch selbst in den Genuss der Versicherungsleistung kommen kann.

Ehepaare nutzen diese Möglichkeit zum Beispiel für eine private Altersvorsorge. So bieten auch einige Versicherungen die Kapitallebensversicherung als Riester Rente an. Hier kann der Versicherungsnehmer sogar noch die Vorteile der staatlichen Förderung nutzen. Natürlich sind die Beiträge für eine Kapitallebensversicherung deutlich höher als für eine Risikolebensversicherung. Schließlich soll ja im „Erlebensfall“ auch ein nennenswerter Betrag zur Auszahlung kommen. Die Beiträge für die Kapitallebensversicherung setzen sich daher aus einem Verwaltungsanteil, einem Risiko- und einem Sparanteil zusammen. Bei der Risikolebensversicherung entfällt dieser Sparanteil.

Mit erheblich niedrigeren Beiträgen wird bei letztgenannter Versicherung nur der Todesfall abgesichert. Es werden bereits Verträge für weniger als 5 Euro im Monat angeboten. Die Beiträge sind meist umso niedriger, je jünger und gesünder der Versicherungsnehmer ist. Eine Risikolebensversicherung ist oft zwingender Bestandteil für den Abschluss einer Baufinanzierung. Der Kreditgeber sichert damit das Risiko des Kreditausfalls durch den Tod des Hauptverdieners. Eine Risikolebensversicherung ist auch dringend Alleinerziehenden und junge Familien zu empfehlen, die hohe finanzielle Verpflichtungen eingegangen sind. Ohne eine Lebensversicherung würde die Erfüllung finanzieller Forderungen aus Krediten durch die Hinterbliebenen im Todesfall sonst nahezu unmöglich.

Als Besonderheit beider Versicherungen soll an dieser Stelle noch auf das so genannte dynamische Modell hingewiesen werden. Die Versicherungssumme und damit verbunden auch die Leistungen im Todesfall steigen jährlich um einen bestimmten Prozentsatz ohne erneute Gesundheitsprüfung an. Bei der Kapitallebensversicherung erhöht sich dann natürlich auch der Auszahlungsbetrag im Erlebensfall.

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