Zwei-Säulen Prinzip, Geldmengenzuwachs, Gehälter, Löhne, längerfristige Zinssätze
Innerhalb der Geldpolitik der EZB (Europäische Zentralbank) findet sich der Begriff Zwei-Säulen Prinzip. Die Europäische Zentralbank beobachtet nicht nur den Geldmengenzuwachs um eine Stabilität des Preises zu gewährleisten, sondern darüber hinaus spielen andere Faktoren, innerhalb des Finanz- und Wirtschaftssektors, eine wichtige Rolle.
Als Basis dienen in der Regel die Werte innerhalb der vergangenen zwei Jahren. Grundsätzlich werden diese Werte in monetäre und nichtmonetäre Werte unterteilt, woher sich auch der Begriff bzw. Bezeichnung Zwei-Säulen Prinzip ableiten lässt. Monetär heißt geldlich und nichtmonetär in diesem Zusammenhang wirtschaftlich. Zu diesen nichtmonetären (wirtschaftlichen) Werten zählen zum Beispiel die Messgrößen für die Wirtschaftsfähigkeit, Gehälter und Löhne, sowie längerfristige Zinssätze.
Die Europäische Zentralbank ist angewiesen im Rahmen der Geldentwicklung keine voreiligen Entschlüsse zu ziehen, daher muss eine langfristige Beobachtung erfolgen. Mit der geldlichen Entwicklung und dessen Beobachtung soll insbesondere das Risiko einer Inflation vermieden werden. Allerdings kann man es auch hierdurch nicht zu 100 Prozent ausschließen, dies zeigt sich vor allem auch durch die Entwicklung in Bezug auf Inflation in den letzten Jahren. Die Geldmenge, die sich im Umlauf befindet, darf jedoch nicht zu rasch ansteigen, denn dadurch würde sich die Inflationsrate extrem erhöhen.
Die EZB soll aufmerksam beobachten und gegebenenfalls in die Entwicklung eingreifen, wie zum Beispiel durch Senkung oder Erhöhung der Zinsen.
Worüber sich jeder, der sich mit Finanzen befasst freut, sind Zinsen. Aber was genau sind Zinsen. Erfahren Sie es in der nächsten Erklärung unseres Finanzlexikons.